Erfahrungsbericht zum Humanmedizin Studium in Innsbruck

Eine Studentin berichtet uns von ihren Erfahrungen aus dem Humanmedizin Studium in Innsbruck und liefert allen die sich für das Studium interessieren, einen Rückblick der letzten 4 Jahre im Medizinstudium.

Mit unseren hier veröffentlichten Erfahrungsberichten, möchten wir dir einen bestmöglichen Einblick in die jeweiligen Studiengänge bieten. Und damit eine Entscheidungshilfe für die Auswahl deines Wunschstudiengangs.

 

### Kommentar einer Medizin Studentin zum Medizin Studium ###

Medizin Aufnahmetest: Der Aufnahmetest ist aufgeteilt in 4 Testbereiche.

  1. Das ist zum einen das Wissen aus dem Abitur / Matura abfragen (Basiskenntnistest). Also die Grundlagen der Fächer Biologie, Mathe, Physik und Chemie.
  2. Dann gibt es noch den kognitiven Teil.
  3. Den SEK Teil (soziale-emotionale Kompetenzen).
  4. Und den Textverständnis Test.

Die Zeit im Test ist in jedem Fall knapp bemessen. Und für mich war dieser Zeitdruck damals wohl auch der größte Druck- und Stressfaktor. Auf die Zeitknappheit sollte man sich also einstellen.

 

Das Medizinstudium selbst: Die ersten 4 Semester sind eine Art Vorklinik, also alle Inhalte die auch im Test vorgekommen sind: Biologie, Mathematik, Chemie, Physik, Biochemie. Dazu kommt Anatomie und ich glaube Statistik und eine soziale Komponente (erste Gesprächsführung). Und das natürlich nicht mehr auf Abitur-Niveau wie im Aufnahmetest, sondern Stück für Stück schwerer und detaillierter.

Mit der Zeit wird dann auch immer klarer, wofür dieses “Vorklinikwissen” gebraucht wird und wie was zusammen hängt. So findet auch die Chemie ihren Einzug. Und alles fügt sich Stück für Stück zusammen. Vieles ist ein Auswendiglernen aus Büchern. So zum Beispiel die Anatomie des Menschen, ein sehr umfangreiches Projekt. [Vorschlag der Redaktion für ein mögliches Buch: Handbuch Anatomie: Bau und Funktion des menschlichen Körpers.]

Das ganze Wissen braucht es dann auch, denn der kleine Sezierkurs wartet schon am Ende des ersten Semesters. Und da ist es dann an der Zeit, Skalpell und Ersatzklingen auszupacken und den Bewegungsapparat, die Muskulatur und Gelenke kennenzulernen. Und damit nicht genug.

Denn 1 Jahr später wartet schon der Großer Sezierkurs der quasi das gesamte 3. Semester läuft und sehr viel Detailreicher ist. Regelmäßige Prüfungssituationen sind Teil des Kurses. Insgesamt ein sehr zeitintensives Unterfangen. Aber zugleich handelt es sich doch um eine besondere Zeit. Durch das ständige Zusammensein im Team entstehen viele Freundschaften. Und natürlich lernt man viel. Alles in allem war der große Sezierkurs ein bisschen wie ein Praktikum. Danach geht es dann auch langsam über in die “Normalklinik”/Klinik, also den Bereich der Krankheitsbilder.

Zu allen großen Studiums-Bereichen gibt es außerdem ein Praktikum. Also Chemie, Physiologie usw.

Ab dem 5. Semester wird es dann auch praktischer (medizinischer). Es geht um Diagnostik und die ganzen Fachbereiche wie Orthopädie, Unfallchirurgie, Haut, usw … Gelehrt wird von den praktizierenden Ärzten. Und die Prüfungen werden von den Professoren abgenommen.

Immer am Jahresende gibt es die KMP, die große Mediziner Prüfung in der das ganze Wissen des Semesters bzw. Jahres abgefragt wird. Teilweise kann man diese schon vorziehen oder nach hinten verschieben. Die Vorbereitung auf die KMP ist jedenfalls immer die große Lernzeit. Die Bibliotheken in Innsbruck werden überrant, niemand hat Zeit, “Ich muss lernen”-Aussagen sind an der Tagesordnung. Und im Anschluss gibt es immer eine große Party.

Die Studienzeit ist bisher jedenfalls unglaublich rasant verflogen. 4 Jahre liegen schon hinter mir. Und es fühlt sich an wie 2. Und es macht immer mehr Spaß.

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Dir gefällt was die Studentin über den Studiengang erzählt? Dann informier dich hier im Detail über den Aufnahmetest Medizin. Und vielleicht kannst du dann bald den nächsten Erfahrungsbericht schreiben. Eine Ausführliche Vorbereitung für den Test findest du in jedem Fall in diesem speziell von Medizinern veröffentlichtem Heft: Med-Breaker 17 - MedAT 2018, Medizin studieren in Österreich: Lösungsstrategien, Leitfaden und 2500+ Übungen für eine effektive Vorbereitung auf den MedAT-H & MedAT-Z welches dich mit wichtigen Infos versorgt.

Da es sich um einen persönlichen Bericht handelt, sind die Beschriebenen Elemente Erfahrungen und können von der Meinung anderer abweichen. Entsprechend solltest du dir in jedem Fall auch selbst eine Meinung bilden.

Der Testmaster

Der Testmaster

Der Testmaster ist ein leidenschaftlicher Verfechter von Aufnahmeverfahren (im Vergleich zum Numerus Clausus). Natürlich fände er freie Hochschulzugänge besser. Da diese aber in den nächsten Jahren nicht geschehen werden, wird der Testmaster auch weiterhin über Aufnahmeverfahren, Tests und Co berichten und Tipps und Tricks für die Vorbereitung auf die Tests vermitteln.