Erfahrungsbericht Psychologie Aufnahmetest 2019

Der folgende Erfahrungsbericht zum Psychologie Bachelor Aufnahmetest im Jahr 2019 soll dir dabei helfen, dich besser auf das Psychologie Testverfahren vorzubereiten. Wenn du also daran interessiert bist, deinen Psychologie Bachelor zu machen, dann hilft dir diese Gastbeitrag von Anna hoffentlich weiter. Viele weitere Erfahrungsberichte zum Studium und zum Aufnahmetest findest du übrigens hier.

Über mich

Ich bin 20 Jahre alt, habe für ein Jahr Philosophie in Wien studiert und dabei gemerkt, dass besonders die Texte in Richtung Psychologie spannend wirkten. Es faszinierte mich, wie ein aus einem ursprünglich philosophischen Thema, eine Naturwissenschaft – in der man endlich etwas empirisch nachweisen konnte – wurde. Genau diesen Punkt, das Nachweisen, das empirisch Forschen, habe ich in der Philosophie ein bisschen vermisst.
Konkret für das Psychologiestudium entschloss ich mich dann Ende Dezember/Anfang Jänner nachdem ich eine Autobiografie einer Traumapsychologin gelesen hatte.

Über’s Lernen

Beginn des Vorbereitens und Englisch

Ich habe im Jänner begonnen, mich mit dem Aufnahmetest zu befassen. Einerseits mit ein paar Methodikübungen. Und auch mit dem sprachlichen Testteil. Als jemand der sich viel im Internet herumtreibt und internationale Kontakte hat, war mein Medienkonsum ohnehin bereits auf Englisch umgestellt – Serien, Youtube-Videos, Onlinediskussionen, TED-talks (sehr zu empfehlen). Es gibt auch immer wieder ganze Vorlesungen von englischsprachigen Professoren gratis auf Youtube. Einfach mal googlen. Besonders gut um ins Englisch rein zu kommen.

 

Wissensteil (Fachwissen aus dem Lehrbuch)

Einteilung

Auf den Wissensteil bereitete ich mich ab Mitte/Ende Juni ernsthaft vor. Wann immer es ging, ca. fünf Tage die Woche, mindestens zwei, eher vier Stunden pro Tag. Ich habe die einzelnen Kapitel zunächst gelesen und markiert, habe die Informationen in die Kategorien:

  • „Begriffe“
  • „Personen“
  • „Stömungen/Lehren“
  • „Phänomene“ und
  • „Studien“

… eingeteilt und dementsprechend farblich markiert. Das machte es mir später leichter, Informationen zu denen ich mir nicht mehr gaaanz sicher war beim Lernen schnell zu finden und nachzulesen.

 

Zusammenfassen

Zugleich – nach jedem Unterkapitel – habe ich in Heften die Informationen kürzer zusammengefasst, die Merktexte auf Notizzetteln geschrieben, die ich dazu geklebt habe. Auf diese Weise hab ich die gesamten zu lernenden Informationen in ein für mich leichter verständliches Format gebracht. (Ich merk mir abgesehen davon beim Notieren allein schon einiges mehr als wenn ich es Tippen oder gar nur lesen würde)

Damit war ich etwa 3 Wochen vor der Aufnahmeprüfung fertig.

 

Super short study notes

In einem weiteren Schritte habe ich dann nur die einzelnen Informationen (,eingeteilt in die oben genannten Kategorien,) mit kurzen Stichworten auf Din-A4-Zettel geschrieben und (mit Hilfe von Trennblättern erneut den Kategorien folgend) in eine Mappe einsortiert. Zusätzlichen Erklärungen/Infos habe ich größtenteils mit Bleistift geschrieben. So ließen sie sich später wegradieren, was es einfacher machte, sich selbst abzuprüfen. Hatte ich nach dem Wegradieren etwas doch KOMPLETT vergessen, konnte ich es durch die farbliche Einteilung im Buch schnell finden.

 

Methodikteil
Für den Methodikteil verwendete ich…

Das Buch von Haghiri arbeitete ich komplett durch. Damit hatte ich auch im Jänner begonnen – war aber nicht ganz so konsequent. Etwa eine Woche vor der Prüfung machte ich die Testsimulation, die in diesem Buch enthalten ist.

 

Kurz vor der Prüfung

Etwa eineinhalb Wochen vor der Prüfung machte ich den Probetest von Haiko (siehe dieses Werk: Psychologie Aufnahmetestsimulation 2. aktualisierte Auflage: Vollständiger Probetest für das Aufnahmeverfahren Psychologie an den Universitäten Wien, Salzburg, Innsbruch, Graz), danach fuhr ich mit dem Tempo zurück. Drei Tage vor der Prüfung lernte ich nicht mehr. Am Tag vor der Prüfung lernte ich noch genau eine Stunde – einfach für meinen Seelenfrieden.

 

Erfahrung bei der Prüfung

Bei der Prüfung ließ ich mich etwas zu sehr von den Fragen verunsichern, die doch oft ums Eck gestellt sind. Für den Englischteil blieb mir etwas zu wenig Zeit. Ich konnte ihn fertigstellen aber nicht mehr kontrollieren.

Nach der Prüfung hatte ich nichts geplant – dadurch hatte ich keine Möglichkeit vom Stress runter zu kommen. Ich war davon überzeugt, durchgefallen zu sein.

Zu meiner Überraschung erfuhr ich später aber, dass ich einen Studienplatz erhalten und auch gar nicht so schlecht abgeschnitten hatte.

Also: Plan was für nach der Prüfung! Unternimm was! Mach was mit Freunden!
Der Gedanke: „Ja, jetzt ist doof und es ist mir zu viel, aber noch 1 Stunde konzentrieren und dann geh ich Kino/Essen/Chillen/treff ich mich mit … “ kann eine große Entspannungshilfe während der Prüfung sein, die ich nicht hatte.

 

Letzte Tips

Ich glaube, das Wichtigste ist, sich genug Zeit für die Vorbereitung zu nehmen. Natürlich wirkt es, als ob der Test noch lange entfernt liegt. Dennoch: Wenn du deinem nervösen Zukunfts-Ich kurz vor der Prüfung noch eine extra Woche, extra zwei Wochen schenken, nur zwei extra Tage schenken könntest wäre das nicht toll?

Genau das habe ich mir gedacht, wenn mich das „Ah, es ist noch so weit hin – ich könnte den Nachmittag über auch einfach faulenzen“ überkam.

Eine Routine ist essentiell – Freizeit muss sein. Nur sind Prokrastinieren und Freizeit zwei verschiedene Dinge.

Der Testmaster

Der Testmaster

Der Testmaster ist ein leidenschaftlicher Verfechter von Aufnahmeverfahren (im Vergleich zum Numerus Clausus). Natürlich fände er freie Hochschulzugänge besser. Da diese aber in den nächsten Jahren nicht geschehen werden, wird der Testmaster auch weiterhin über Aufnahmeverfahren, Tests und Co berichten und Tipps und Tricks für die Vorbereitung auf die Tests vermitteln.