Erfahrungsbericht: Psychologie Aufnahmetest in Innsbruck

Im folgenden Text teile ich mit dir meine Erfahrungen zum Psychologie Aufnahmetest für das Bachelorstudium in Innsbruck. Ich studiere derzeit Psychologie im 5. Semester und hab den Aufnahmetest im August 2016 geschrieben.

 

Entscheidung für das Studium

Die Entscheidung für das Psychologiestudium fiel sehr spontan bei mir. Ich hatte bereits ein Jahr in Innsbruck Germanistik und Soziologie studiert, war damit aber nicht wirklich zufrieden. Durch zufälliges Durchblättern des für den Aufnahmetest relevanten Psychologie-Buches von Zimbardo (Psychologie (utb basics, 2. Auflage)), habe ich mich schließlich dazu entschieden Germanistik gegen Psychologie zu tauschen – und das Ganze erst drei Tage vor Anmeldeschluss für den Aufnahmetest.

Hinweis: Beachte unbedingt die Termine und Fristen für das Bachelorstudium Psychologie in Innsbruck, Wien, Graz, Salzburg und Klagenfurt 2019.

 

Meine Lernerfahrungen

Bis zum Test waren also nur noch 1,5 Monate Zeit. Ich besorgte mir alle nötigen Infos, trat der Facebook-Gruppe zum Psycho-Aufnahmetest bei und erstellte mir eine Übersicht mit den zu lernenden Kapiteln. Da der Buch-Teil (1. Testteil) der wichtigste und größte Teil des Aufnahmetests darstellt, konzentrierte ich mich hauptsächlich auf diesen. Ich habe jedes prüfungsrelevante Kapitel per Hand zusammengefasst und mir anschließend selbst mündlich vorgetragen. Im Juli hatte ich aber nicht nur Zeit zum Lernen, sondern arbeitete Vollzeit, 40 Stunden die Woche. Meine Strategie: den Stoff ständig im Kopf wiederholen. Beim Busfahren zur Arbeit, in den Pausen oder bei kurzen Wartezeiten.

Für den Englisch-Teil habe ich nichts gelernt, weil ich auf meine schulischen Fähigkeiten und auf mein gutes Textverständnis vertraute.

Mehr Angst dagegen hatte ich vorm logisch-mathematischen Teil (formal-analytisches Denken). Für diesen besorgte ich mir das Hanko-Buch (Formal-analytisches Denken: 100 Übungsbeispiele (inkl. Lösungen) für den Methodikteil des Aufnahmeverfahrens Psychologie) und übte jede einzelne Aufgabe mehrmals.

 

Der Aufnahmetest

Meine Nervosität am Tag des Psychologie-Aufnahmetests war ausgesprochen hoch und wurde durch die lange Wartezeit bis zum Start der eigentlichen Prüfung noch verstärkt. Es dauert eine ganze Weile bis man kontrolliert wird, alles abgegeben hat und sich schließlich an seinen Platz setzen darf.

Nach Erhalt der Prüfungsfragen begann ich sofort damit, den ersten Teil zu beantworten – das war der Wissensteil aus dem Buch, welcher ungefähr die Hälfte des Tests darstellt (40%). Dank meinem intensiven Auswendiglernen dieser Themen, konnte ich fast alle Multiple-Choice Fragen sehr schnell beantworten und war nach ungefähr 1,5 h mit diesem Teil fertig. Das Schwierige nach dieser Zeit war, die nötige Konzentration für den nächsten mathematischen Teil aufrecht zu erhalten. Hauptsächlich musste man Daten aus einem Diagramm ablesen oder Mittelwertsberechnungen durchführen, was ich persönlich nicht so schwer gefunden habe. Für den englischen Teil hatte ich letztendlich dann nur noch eine dreiviertel Stunde Zeit. Ich begann den Text erstmal zu überfliegen, um gleich das Wichtigste mit meinem schwarzen Stift zu unterstreichen. Das erleichtert die Informationssuche zur Beantwortung der Fragen. Nach meinem Empfinden war dieser Teil am stressigsten. Ganz einfach weil man zwischen Text und Fragen hin und her blättern muss und die Fragen teils nicht chronologisch geordnet waren. Zehn Minuten vor Schluss konnte ich den Test abschließen.

 

Fazit und Tipps für deine Testvorbereitung

Mein Fazit: die Zeit ist knapp, also je besser du den ersten Teil des Buches gelernt hast, desto schneller kommst du voran! Ich konnte mit meiner Lernstrategie den 9. Platz erreichen.

Meine Tipps:

  • Lass dich nicht von anderen nervös machen! Weder in der Facebook-Gruppe (da gibt es einige, die bereits behaupten sie hätten zwei Monate vor dem Test schon alles fertig gelernt), noch vor dem Test beim Warten (da gibt es welche, die all ihre Unterlagen dabei haben, und sich alles nochmal durchlesen).
  • Fang früh genug mit der Vorbereitung auf das Testverfahren an. Aber fang nicht 3 Monate vorher an, dich in die Aufnahmetest-Vorbereitung zu stressen. Wie genau du lernst, kommt natürlich auf deinen Lerntyp an. Also wie schnell du lernst und wie oft du Sachen wiederholen musst. Aber wenn du zu früh anfängst, machst du dich nur selbst nervös, bist zu früh fertig mit dem Stoff, vergisst dann vielleicht wieder alles und setzt dich zu sehr unter Druck.
  • Setze dich mit dem Studium auseinander. Für die Entscheidung des Studiums ist es von Vorteil, das Curriculum, die Uni-Homepage, die Inhalte und das Zimbardo-Buch (Psychologie (utb basics, 2. Auflage)) vor ab durchzublättern, um dein Interesse an den Themengebieten feststellen zu können. Ich konnte so intensiv lernen, weil ich hoch motiviert war, es ins Studium zu schaffen – ich wusste auch, ich würde kein Jahr darauf warten, um den Test nochmals zu schreiben. Also jetzt zwei Monate voller Energie lernen und dann sehen was passiert – mehr als dein Bestes kannst du eh nicht geben.
Julia

Julia

Ich liebe das Schreiben und schreibe, um zu leben. Ich lebe, um zu lieben und liebe, um zu sein. Ehrgeizig, organisiert, kreativ mit einer Leidenschaft fürs Tanzen. Ich glaube an das Schöne im Leben und an das Gute im Sein.