Erfahrungsbericht zum Psychologie Bachelor Aufnahmetest im August 2017

Der folgende Erfahrungsbericht zum Psychologie Bachelor Aufnahmetest, soll dir dabei helfen, dich bestmöglich auf das jährlich stattfindende Testverfahren vorzubereiten.

Bitte beachte, dass Erfahrungsberichte immer eine persönliche Komponente und damit eine subjektive Einfärbung haben. Dennoch hoffen wir sehr, dass dir unsere Erfahrungsberichte zum Psychologie Bachelor Studium dabei helfen, dich besser darauf vorzubereiten, was im Aufnahmetest auf dich zukommt.

Wenn du noch genauer wissen willst, wie der Test selbst aufgebaut ist, dann gibt es eine Psychologie Aufnahmetestsimulation 2. aktualisierte Auflage: Vollständiger Probetest für das Aufnahmeverfahren Psychologie an den Universitäten Wien, Salzburg, Innsbruch, Graz.

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Müde, nach einer schlaflosen Nacht und ohne Frühstück kamen wir morgens, knapp vor 8 zu der Olympiaworld Innsbruck. Ein riesiges Gebäude mit einer gigantischen Glasfassade; die fünf olympischen Ringe an der Seite des Gebäudes signalisierten, dass wir hier richtig waren.

Drei Freunde und ich – die sich dieses Jahr alle zum ersten Mal für den Psychologieaufnahmetest angemeldet hatten. Wir suchten uns in der Tiefgarage einen Parkplatz und folgten anschließend den Menschenmassen zu unserer Destination. Vor der Olympiaworld angekommen, offenbarte sich die gesamte Menge an Teilnehmern auf einem – für diese Menschenanzahl – viel zu kleinen Vorplatz vor dem Gebäude. Sichtlich aufgeregt warteten wir mit den anderen, dass etwas passieren würde.

912 Teilnehmende waren es in diesem Jahr, über 1400 hatten sich angemeldet und es gab nur 200 Plätze.

Dann – ca. um halb 9, eine halbe Stunde später als angekündigt – fing auf einmal die Menschenmenge an sich zu bewegen. Irgendwo hinter dieser gigantischen Menschenmenge hatte sich die Tür zur Olympiaworld geöffnet. Wir liefen mit den Strom Richtung Haupteingang.

Einige Teilnehmende versuchten noch ein wenig zu lernen, andere machten Witze und wieder andere waren ganz still geworden. Wir sprachen in der Gruppe ein wenig miteinander. Obwohl wir wussten, dass wir nichts zu verlieren hatten, waren wir durchaus aufgeregt.

Als das Schlimmste, empfand ich das Warten. Zwischen unserer Ankunft und das Anfangen des Testes vergingen knapp zwei Stunden. Zwei Stunden in denen man, seine Personalien vorzeigt, Klamotten abgibt und einen Platz im riesigen Saal der Olympiaworld zugewiesen bekommt. Doch vor allem steht man in der Schlange und wartet.

Als man dann endlich im Hauptsaal Platz genommen und seine Stifte und Snacks vor sich ausgebreitet hat, ging es dann auch langsam los. Wir vier saßen leider nicht beieinander. Die Prüfungsaufsicht hatte uns wahllos an verschiedene Plätze verteilt (Anmerkung der Redaktion: Die Verteilung erfolgt nach Alphabet).

Nun saß ich also da, als einer von knapp 1000 Mitbewerbende. Durch jede Reihe ging nun ein Aufseher oder Aufseherin und teilte die Testbögen aus, kurz zuvor war eine kurze Rede zum Thema Regeln und Ablauf gehalten worden und jetzt wurde es ernst, als mir ein dicker Stapel Blätter auf den Tisch gelegt wurde.

Viele Teilnehmende überlegen sich im Voraus eine Strategie, welchen Teil sie zuerst bearbeiten wollen, für was sie sich besonders viel Zeit nehmen und wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Ich tat nichts dergleichen und arbeitete mich Teil für Teil in der angegebenen Reihenfolge durch.

Die drei Testteile im Psychologie Aufnahmetest

Zuerst kann der Wissensteil dran, der 40% des Testergebnisses ausmacht. Müde und aufgeregt, versuchte ich so ruhig und konzentriert zu bleiben wie es mir möglich war. Der Wissensteil basierte auf dem Buch Psychologie (utb basics, 2. Auflage) von Zimbardo und Gerrig. Ein wirklich dicker Brocken, doch ich hatte ihn in den letzten zwei Monaten durchgearbeitet und meines Achtens verinnerlicht. Optimistisch bearbeitete ich also die Fragen. Einige Fragen fielen mir leicht, andere brachten mich zum Grübeln. Logisches Denken und genaues Lesen halfen mir hierbei sehr. Es ist allgemein besonders wichtig ordentlich und konzentriert zu lesen – kleine Formulierung können den Unterschied ausmachen. So arbeitete ich mich langsam vorwärts, dachte viel nach und verbrauchte viel Zeit. Rückblickend war diese Zeit allerdings gut investiert. Doch obwohl ich mich gut vorbereitet hatte, war ich mir bei vielen Fragen unsicher, wusste zwar, dass ich davon bereits gelesen hatte, konnte aber die Frage nicht beantworten. Erst einige Monate später würde ich erfahren, dass ich im Wissensteil 38 von 60 Punkte gesammelt hatte.

Anschließend kam der Mathematikteil (formal-analytisches Denken). Mathe war mir schon in der Schule immer leichtgefallen und so entspannten mich die Aufgaben. Zunehmend müde, aber weiterhin konzentriert bearbeite ich die Aufgaben, die insgesamt 30 Punkte gaben.

Hinweis der Redaktion: Das Buch Formal-analytisches Denken: 100 Übungsbeispiele (inkl. Lösungen) für den Methodikteil des Aufnahmeverfahrens Psychologie ist auf diesen 2. Testteil ausgelegt und hilft bei der Vorbereitung auf den Methodikteil.

Als letztes kam nun noch der Englischteil auf mich zu. Sichtlich erschöpft und so langsam unter Zeitdruck fing ich an die englische Literatur zu lesen. Nachdem ich mir einen Überblick verschafft hatte, fing ich an wichtige Teile des Textes zu markieren und mit den dazu gestellten Fragen, abzugleichen. Sobald ich im Text etwas wiedererkannte, was ich in den Fragen gelesen hatte, markierte ich es und verglich es mit den Aufgaben. So arbeitete ich mich langsam durch den Text und die dazugestellten Aufgaben durch – immer im Hinterkopf, dass ich nicht mehr viel Zeit hatte.

Knapp Zehn Minuten vor Ende der Testzeit, schien ich fertig zu sein. Ich versuchte zu sehnlichst mir in den letzten Minuten nochmal alles durchzulesen, alles zu überprüfen und sicher zu sein, doch dafür fehlte mir die Energie und vor allem die Zeit.

 

Als ich schlussendlich meine Arbeit mit gemischten Gefühlen abgab, war ich primär froh, es hinter mir zu haben. Als alle Testbögen abgegeben waren, wurde es laut im Raum, wir wurden verabschiedet und uns mitgeteilt, dass Mitte September die Testergebnisse kommen würden. Ich suchte meine Freunde und wir verließen zusammen dicht gedrängt mit knapp 1000 anderen Teilnehmenden das Gebäude. Draußen angekommen fühlte ich mich erschöpft aber fröhlich. Es war gutes Wetter und wir genossen die wunderschöne Landschaft, auch wenn ich mir unsicher war, ob es gereicht hatte oder nicht, so war ich froh, dass es vorbei war.

 

Zwei Wochen später unterhielt ich mich mit meiner Mutter in unserem Wohnzimmer. Ich meinte zu ihr, dass ich glaube, dass das Testergebnis noch etwas auf sich warten lassen werde. Ich ging in mein Zimmer und setzte mich vor meinen Laptop, als er gerade hochfuhr, vibrierte mein Handy in meiner Tasche – ich hatte eine E-Mail bekommen. Mein Handy fest in der rechten Hand, las ich nur den Betreff der Mail:

 BESTANDEN Ergebnis des Aufnahmetests BA Psychologie – Studienjahr 2017/2018

Sehr geehrte Studienwerberin/ Sehr geehrter Studienwerber,

Sie haben am Aufnahmeverfahren vor Zulassung für das Bachelorstudium Psychologie an der Universität Innsbruck im Studienjahr 2017/2018 teilgenommen und einen Rangplatz innerhalb der verfügbaren 200 Studienplätze erreicht„

Hieß es dann in der Mail selbst.

 

Schlussendlich stellte sich zudem heraus, dass ich mit 73% der Punkte es unter die besten 30 Teilnehmenden geschafft hatte. Mit einer soliden Vorbereitung, Grundkenntnissen (und Übung – je nach Leistungsniveau) in Mathe sowie in Englisch ist der Aufnahmetests kein Hexenwerk. Ich wünsche jedem, der das hier liest nur das Beste dafür!

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Du willst dich gut auf den Aufnahmetest vorbereiten? Dann haben wir auf unserer Seite zum Psychologie Bachelor Studium in Innsbruck viele Informationen für dich. Fang in jedem Fall frühzeitig mit der Vorbereitung auf den Aufnahmetest an, damit du am Ende nicht in Zeitnot kommst. Wir drücken dir in jedem Fall die Daumen und wünschen eine gute Vorbereitungszeit.

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Der Testmaster

Der Testmaster

Der Testmaster ist ein leidenschaftlicher Verfechter von Aufnahmeverfahren (im Vergleich zum Numerus Clausus). Natürlich fände er freie Hochschulzugänge besser. Da diese aber in den nächsten Jahren nicht geschehen werden, wird der Testmaster auch weiterhin über Aufnahmeverfahren, Tests und Co berichten und Tipps und Tricks für die Vorbereitung auf die Tests vermitteln.