Sozialpsychologie – Das erste Semester

Quelle: Pixabay

Im Psychologiestudium wird eine breite Palette an unterschiedlichen Teilgebieten der Psychologie unterrichtet, die einen guten Überblick über die Thematik schaffen und dabei helfen soll, die richtige Spezialisierung und den idealen Berufsweg für jeden Studenten zu finden. Im ersten Semester liegt der Fokus des Studiums auf der Sozialpsychologie, die uns im täglichen Leben ständig begleitet. Was man sich unter dem Begriff vorstellen kann und weshalb die Sozialpsychologie den idealen Einstieg in das Studium bietet, erfährt ihr bei uns!

Was versteht man unter Sozialpsychologie?

Das Fachgebiet der Sozialpsychologie untersucht des Verhalten und Denken von Menschen im sozialen Kontext und fokussiert sich dabei auf die Interaktion mit anderen Personen. Dabei ist jedoch wichtig zu sagen, dass unser Verhalten sich nicht nur dann verändert, wenn eine andere Person tatsächlich physisch anwesend ist, sondern bereits die Vorstellung anderer Personen einen Einfluss auf unsere Entscheidungen hat. Dies lässt sich ganz einfach daran zeigen, dass wir gewisse Verhaltensweisen danach richten, wie andere über diese denken könnten. Die Sozialpsychologie untersucht dabei zum Beispiel unser Bedürfnis, uns mit anderen Menschen zu vergleichen und damit unseren Selbstwert und das damit verbundene Selbstbewusstsein anhand des sozialen Umfelds zu bestimmen. Außerdem befasst sich die Sozialpsychologie damit, wie unser sozialer Kontext unsere Meinung beeinflusst, wie wir uns in Gruppen eingliedern und Freundschaften schließen, wie Gespräche und Körpersprache unsere Entscheidungen verändern und vieles mehr.

Anwendung der Sozialpsychologie

Sozialpsychologen arbeiten vor allem mit empirischen Studien. Dies bedeutet, dass sie durch Beobachtungen auf wichtige Schlüsse kommen und damit soziale Verhaltensweisen aufdecken können. Anders als im therapeutischen Bereich sind Sozialpsychologen also deutlich mehr im Forschungsbereich als im direkten Patientenkontakt tätig. Ihre Ergebnisse bilden die Grundlage für zahlreiche weitere Felder der Psychologie. Sie können bspw. dabei helfen, soziale Phobien zu erkunden, die später von Psychotherapeuten und Psychiatern behandelt werden. Sie erkennen Gruppendynamiken, die dann von Personalentwicklern für die Stärkung der Teamarbeit in Unternehmen angewandt werden.

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Analyse durch Veränderungen

Besonders interessant wird es für Sozialpsychologen, wenn Menschen durch große Lebensveränderungen aus ihrem sozialen Kontext gerissen werden. Nimmt man zum Beispiel eine Jackpot-Gewinnerin wie die deutsche Spielerin Jessica, die auf der Plattform Mr Green über drei Millionen Euro gewonnen hat, zeigt sich schnell, wie soziale Verhaltensmuster einer Veränderung durchmachen. Nachdem sie ihr Glück kaum fassen konnte und erste Reisepläne geschmiedet hat, wurde ihr bewusst, wie sich ihr gesamtes Leben umstellen würde. Ihr soziales Umfeld hat sich zwar nicht schlagartig verändert, trotzdem kann es kaum vermieden werden, dass sich sowohl ihr eigenes Verhalten, als auch das ihrer Freunde und Familie ändern würde. Welche Herausforderungen des Lebens werden nun einfacher, welche werden schwerer?

Natürlich können auch negative Erlebnisse große Auswirkungen auf das soziale Verhalten haben. Dies betrifft besonders jene Menschen, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, so NetDoktor. Traumatische Erlebnisse wie ein Unfall können dazu führen, dass sich der Umgang mit Menschen stark verändert und z. B. ein extrovertierter Mensch durch zahlreiche Ängste sehr leise und introvertiert erscheint. Hier kann die Sozialpsychologie nicht nur zahlreiche Aufschlüsse erlangen, sondern auch für wichtige Hilfestellungen zu Rate gezogen werden.

Die Sozialpsychologie ist ein besonders wichtiger Teilbereich des Psychologiestudiums, da der Mensch als soziales Wesen zahlreiche Verhaltensweisen und Entscheidungen im sozialen Kontext fällt. Für das erste Semester eignet sie sich besonders gut, da sie empirische Forschungstechniken näher bringt und zahlreiche Erkenntnisse über den menschlichen Verstand bereithält.

Der Testmaster

Der Testmaster

Der Testmaster ist ein leidenschaftlicher Verfechter von Aufnahmeverfahren (im Vergleich zum Numerus Clausus). Natürlich fände er freie Hochschulzugänge besser. Da diese aber in den nächsten Jahren nicht geschehen werden, wird der Testmaster auch weiterhin über Aufnahmeverfahren, Tests und Co berichten und Tipps und Tricks für die Vorbereitung auf die Tests vermitteln.